Rezension: „Tick Tock Alice“, Jennifer Petri

Alice im Wunderland als Jugendthriller

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Worum geht es?

Alice beste Freundin, Emily, wurde entführt und für sie scheint eine Welt zusammenzubrechen. Doch plötzlich erhält sie Hinweise vom Weißenkaninchen und muss verschiedene Aufgaben erfüllen, um ihre Freundin zu schützen. Zusammen mit ihrem Stiefbruder Lewis und Hannah, eine Mitschülerin die sie eigentlich so gar nicht leiden kann, lösen sie die Rätsel. Doch das weiße Kaninchen ist skrupellos und es wird immer deutlicher, dass es viele parallelen zum Märchen von Alice Abendteuer im Wunderland geben und vor allem rennt ihnen die Zeit davon.

Meine Meinung

Anfangs dachte ich, dass das Buch eine Art Fantasy Roman wird, doch es stellte sich heraus, dass es eher eine Mischung aus soft Krimi und Thriller ist.

Die Covergestaltung finde ich schön gewählt und es spricht mich persönlich sehr an. In einer Buchhandlung würde ich das Buch deshalb mit sehr großer Wahrscheinlichkeit in die Hand nehmen, doch wie schon zu Anfang gesagt, vor allem auf Grund des Covers hätte ich etwas in der Fantasy Genre erwartet.

Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm und flüssig. Die Sätze waren nie zu lang und die Kapitel hatten auch eine angenehme relativ kurze Länge.

Die Geschichte war auf jeden Fall interessant zu verfolgen. Gemeinsam mit den Charakteren entdeckt man immer mehr parallelen zum Märchen von C.S. Lewis. Hinweise wurden relativ häufig am Ende des Kapitels platziert, weswegen man dann schnell im nächsten weiterlesen musste und die Spannung leicht anstieg. Dennoch gab es für mich insgesamt zu wenig Spannung, da die Geschehnisse relativ soft waren und die Liebesgeschichte zwischen Alice und Lewis nicht wirklich ausgearbeitet war. Für mich persönlich hat sie eine so kleine Rolle gespielt, dass es schon kaum erwähnenswert war und ich glaube, dass diese „verbotene Lovestory“ definitiv mehr potenzial gehabt hätte.

Das Ende hatte mich relativ überrascht, hätte aber auch etwas länger sein können, da es dann doch sehr schnell abgehakt wurde.

Mit den Charakteren bin ich nicht ganz warm geworden muss ich gestehen. Die Protagonistin Alice ist 17 und somit fast volljährig. Ihre Reaktionen und Entschlüsse kamen mir, aber sehr oft ziemlich kindisch vor. Zum Beispiel wollte sie Ziellos in der Gegend herumlaufen, um ihre Freundin zu suchen. Ich hätte irgendwie erwartet, dass sie sich wenigstens ordentlich erst mal Gedanken macht und dann handelt oder sich etwas mehr versucht bei ihrer Mutter durchzusetzen, um nicht zu einer Therapie zu müssen, die sie für nicht nötig hielt.

Zu Lewis kann ich nicht sehr viel sagen. Ich denke sein Charakter hätte definitiv mehr potenzial, leider hat man ihn aber nur sehr oberflächlich kennengelernt. Hannah wiederum hat mir am meisten gefallen, bei ihr fand definitiv eine Entwicklung statt, von der unbeliebten Mitschülerin zur Freundin der Protagonistin ist definitiv ein großer Schritt.

Fazit

Für mich ist das Buch eher etwas für zwischendurch. Es war schön und interessant zu lesen, hatte aber für meinen Geschmack für einen Krimi zu wenig Spannungsfaktor. Ich kann mir aber vorstellen, dass es für den Einstieg in die Krimi Genre für Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren gut sein könnte.

Bewertung:

Cover:           4/5 Sterne

Geschichte:  3/5 Sterne

Schreibstil:   4/5 Sterne

Charaktere:   2/5 Sterne

Gesamt:         3,25/5 Sterne

Allgemeine Informationen zum Buch:

Titel: Tick Tock Alice

Autor: Jennifer Petri

Verlag: ISEGRIM

Seitenzahl: 276

ISBN: 9783954529605

Rezensionsexemplar: ja

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